• 34. Kölner Kurs auf dem Nürburgring – Motorräder aus fast neun Jahrzehnten am Start

    Am 22. und 23. August 2026 wird der Nürburgring wieder zum Treffpunkt für Freunde historischen Motorradsports. Der MSC Porz e.V. im ADAC lädt zum 34. Kölner Kurs auf die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings ein. Auf dem über fünf Kilometer langen Grand-Prix-Kurs treffen historische Rennmaschinen, klassische Motorräder, Youngtimer und Superbikes aufeinander.

    Im Mittelpunkt stehen die Läufe zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft (DHM). Insgesamt sind für die DHM am Kölner Kurs der 11. und 12. Meisterschaftslauf vorgesehen. Gefahren werden zwei Trainingsläufe am Samstag und zwei Wertungsläufe am Sonntag.

    Motorradsport von 1920 bis 2006

    Kaum eine andere Veranstaltung bietet eine derartige Zeitreise durch die Motorradgeschichte. Das älteste Spektrum bilden die Vintage- und Post-Vintage-Motorräder der Klassen E mit Baujahren von 1920 bis 1949.

    Weiter geht es mit den Classic-Klassen H, J und K für Motorräder der Baujahre 1950 bis 1967. Hier reicht das Hubraumspektrum von bis zu 250 über 350 bis 500 ccm.

    Besonders interessant für Freunde kleiner Rennmaschinen sind die 50- und 80-cm³-Motorräder der Klasse L. Sie repräsentieren eine Ära, in der die kleinen Zweitakter einen wichtigen Bestandteil des internationalen Rennsports bildeten.

    Mit den Klassen U, V, W und X kommen die Clubsportmaschinen bis Baujahr 1978 auf die Strecke. Das Spektrum reicht dabei von 125-cm³-Zweitaktern und kleinen Viertaktern bis zu 1000-cm³-Maschinen.

    Die Zweitakt-Ära lebt weiter

    Auch die großen Zweitakter der 1970er und 1980er Jahre gehören zum Kölner Kurs. Die Klasse R ist den Post-Classic-GP-Maschinen der Baujahre 1968 bis 1985 vorbehalten.

    In der Klasse A gehen Youngtimer-GP-Zweitakter der Baujahre 1984 bis 1995 mit 125 bis 500 ccm an den Start. Damit sind unter anderem jene legendären Zweitakt-Rennmaschinen vertreten, die in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren das Bild des Rennsports prägten.

    Ergänzt wird das Feld durch die Youngtimer-Klassen F, B, P, S und T. Hier stehen sportliche Motorräder der 1980er- und 1990er-Jahre im Mittelpunkt – von Einzylindern und Zweizylindern bis zu den klassischen japanischen Vierzylindern.

    Superbikes der 1990er- und 2000er-Jahre

    Eine besondere Attraktion ist die Klasse SB. Hier fahren Supersport- und Superbike-Maschinen der Baujahre 1994 bis 2006.

    Damit kommen Motorräder wie Yamaha R1 und R6, Honda CBR, Suzuki GSX-R, Kawasaki ZX-6R und ZX-7R, Ducati 998 oder Aprilia RSV Mille auf die Nürburgring-Strecke. Die aktuelle Starterliste zeigt bereits ein entsprechend vielfältiges Feld.

    Auch Gespanne gehören zum Kölner Kurs

    Ein fester Bestandteil des historischen Rennsports sind die Gespanne. Neben den Youngtimer-Renngespannen der Klasse C gibt es weitere Gespannklassen für Vintage-, Classic-, Post-Classic- und Clubsportmaschinen.

    Gerade die Gespanne sorgen regelmäßig für spektakuläre Szenen auf der Strecke, wenn Fahrer und Beifahrer gemeinsam um Sekunden kämpfen.

    Drei interessante Gaststarter

    Neben den DHM-Klassen gibt es 2026 einige besondere Ergänzungen.

    Die IG Königsklasse ist mit ihren Rennmaschinen dabei und fährt lizenzpflichtige Sprintrennen. Die Serie bringt vor allem die klassischen 125er- und 250er-Zweitakt-Rennmaschinen der sogenannten Königsklasse auf die Strecke.

    Auch der MZ-Cup gastiert beim Kölner Kurs. Gefahren wird in den Kategorien Stock mit der MZ Skorpion sowie Open für Ein- und Mehrzylinder bis maximal 80 PS und Baujahr 2004.

    Eine Premiere gibt es bei den Laverda Legends. Die italienischen Dreizylinder und anderen historischen Laverda-Rennmaschinen sind erstmals mit Präsentationsläufen beim Kölner Kurs vertreten.

    Der Zeitplan

    Der Kölner Kurs beginnt bereits am Freitag mit der Papier- und technischen Abnahme. Am Freitag, 21. August, ab 16 Uhr können die Teilnehmer ihre Formalitäten im Fahrerlager erledigen.

    Am Samstag, 22. August, findet von 7:00 bis 7:30 Uhr die verpflichtende Fahrerbesprechung statt. Ab 8:00 Uhr beginnen die Trainingsläufe. Für die DHM sind zwei Trainingsläufe vorgesehen.

    Am Sonntag, 23. August, ab 8:00 Uhr stehen die beiden Wertungsläufe der DHM auf dem Programm. Für beide Läufe werden Meisterschaftspunkte vergeben.

    Sternfahrt und Clubtreffen

    Der Kölner Kurs ist jedoch nicht ausschließlich eine Rennveranstaltung. Auch Motorradfahrer ohne Rennmaschine sind willkommen.

    Bei der Internationalen Stern- und Zielfahrt zum Kölner Kurs können Motorrad- und Motorrollerfahrer teilnehmen. Die Zielkontrolle am Eingang zum Fahrerlager beim Lindner-Hotel ist an beiden Tagen jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.

    Darüber hinaus lädt der MSC Porz zum Internationalen Marken- und Clubtreffen ein. Motorradclubs, Markenclubs und andere Zweiradvereinigungen können sich dort treffen und mit ihren Motorrädern ins Fahrerlager einfahren.

    Historischer Motorsport zum kleinen Preis

    Auch für Zuschauer bleibt der Kölner Kurs familienfreundlich. Der Eintritt kostet 10 Euro pro Tag, das Wochenendticket für Samstag und Sonntag 18 Euro. Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen freien Eintritt. Fahrerlager und Boxengasse sind ebenfalls zugänglich.

    Damit bietet der Kölner Kurs auch 2026 wieder eine seltene Gelegenheit, Motorräder aus nahezu einem Jahrhundert Rennsportgeschichte nicht nur im Museum, sondern fahrend auf einer Grand-Prix-Rennstrecke zu erleben.

    Termin: 22.–23. August 2026
    Ort: Nürburgring, Grand-Prix-Strecke
    Veranstalter: MSC Porz e.V. im ADAC
    DHM: 11. und 12. Lauf der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft
    Besonderheiten: DHM, MZ-Cup, IG Königsklasse, Laverda Legends, Sternfahrt und internationales Marken- und Clubtreffen.

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