• Am 16. September 2026 starb "Ginger" Molloy. Er wurde 88 Jahren alt.


    Ginger Molloy – Rennsportchronik 1962–1973

    1962 machte Ginger Molloy in seiner Heimat Neuseeland erstmals international auf sich aufmerksam. Der ehemalige Rugbyspieler wechselte endgültig zum Motorradsport und bereitete seinen Sprung nach Europa vor.

    1963 ging der Neuseeländer nach Europa und stieg in den „Continental Circus“ ein. Er startete auf Bultaco, AJS und Matchless in verschiedenen Hubraumklassen. Erste WM-Platzierungen zeigten bereits sein großes Potenzial.

    1964 etablierte sich Molloy als Bultaco-Fahrer. In verschiedenen nationalen und internationalen Rennen fuhr er regelmäßig in die Spitzengruppe.

    1965 gelang der große Durchbruch. Mit der Bultaco 250 gewann Molloy den Ulster Grand Prix auf dem Dundrod Circuit – seinen einzigen Grand-Prix-Sieg. Dazu kamen zahlreiche Siege bei internationalen Rennen.

    1966 bestätigte er seine Klasse mit Platz zwei beim Ulster GP. Bultaco gehörte nun zu den ernstzunehmenden Kräften im internationalen Rennsport.

    1967 beendete Molloy die 250-cm³-Weltmeisterschaft auf dem siebten Platz.

    1968 folgte seine erfolgreichste Bultaco-Saison. Molloy wurde Dritter der 125-cm³-Weltmeisterschaft und jeweils Fünfter in den Klassen 250 und 350 cm³. Damit war er einer der vielseitigsten Fahrer seiner Zeit.

    1969 begann sein Aufstieg in die Königsklasse. In der 500er-WM gelang ihm beim Spanien-GP ein starker dritter Platz.

    1970 – Vize-Weltmeister mit Kawasaki

    Sein größter Erfolg folgte 1970. Mit der neuen Kawasaki H1-R, einem 500-cm³-Dreizylinder-Zweitakter, überraschte Molloy die etablierte Konkurrenz.

    Gleich viermal wurde er Zweiter in der 500er-Weltmeisterschaft. Am Ende stand er mit 62 Punkten auf Platz zwei der WM, nur geschlagen von Giacomo Agostini auf MV Agusta.

    Damit wurde Ginger Molloy zum ersten Neuseeländer, der in der 500er-Königsklasse Vize-Weltmeister wurde.

    1971 bestritt er noch einige Grand-Prix-Rennen auf Kawasaki und Yamaha und wechselte anschließend in die USA.

    1972 fuhr Molloy vor allem in Australien und Neuseeland. Auf Kawasaki und Yamaha gewann er mehrere bedeutende TT-Rennen, darunter das Australian Lightweight TT in Bathurst.

    1973 folgte noch einmal ein internationaler Höhepunkt: Auf der Kawasaki H2-R gewann Molloy den Singapore Grand Prix auf dem gefürchteten Upper Thomson Road Circuit.

    Damit endete eine außergewöhnliche Karriere, die ihn von den Rennstrecken Neuseelands über Europa bis nach Amerika, Australien und Asien geführt hatte.

    Die wichtigsten Erfolge

    • 1965: Sieger Ulster Grand Prix, 250 cm³ – Bultaco
    • 1966: Zweiter Ulster Grand Prix, 250 cm³
    • 1968: 3. WM 125 cm³
    • 1968: 5. WM 250 cm³
    • 1968: 5. WM 350 cm³
    • 1969: Dritter Spanien-GP, 500 cm³
    • 1970: Vize-Weltmeister 500 cm³ – Kawasaki H1-R
    • 1972: mehrere TT-Siege in Australien
    • 1973: Sieger Singapore Grand Prix – Kawasaki H2-R

    Insgesamt kam Ginger Molloy auf 66 internationale Rennsiege. Seine Karriere führte ihn durch praktisch alle wichtigen Rennklassen seiner Epoche – von 125 bis 500 cm³.

    Sein Name bleibt vor allem mit zwei Motorrädern verbunden: der Bultaco 250, mit der er 1965 seinen Grand-Prix-Sieg feierte, und der spektakulären Kawasaki H1-R, mit der er 1970 sensationell Vize-Weltmeister wurde.



    The History Of Ginger Molloy’s Legendary Kawasaki H1R

  • Während seiner Rennen in Europa wohnte Ginger bei meinem Freund Ali Ohligschläger in Mayen.

    Dort lernte ich ihn auch in 1969 persönlich kennen und als einen bescheidenen und freundlichen Menschen kennen.

    Seine Frau Claire war in Mayen ebenfalls immer dabei. In Mayen kam auch seine 2. Tochter auf die Welt.

    Es war damals eine sehr rührige Truppe, der auch der vor kurzem gestorbene Graham Dickson angehörte.

    Es war eine bewegte Zeit, in der ich dann ebenfalls mit dem Motorrad Rennsport anfing, auf einer Yamaha 125 AS1

    die noch im Jahr 1969 von Adi Ohligschläger eingesetzt wurde.

    Ein besonderer Anziehungsort war damals Die Firma Alfons MOHR im Nettetal in Hausen, bei Mayen.

    dort gaben sich damals sehr viele internationale Fahrer die Klinke in die Hand. Die Fa. Mohr war

    Bultaco Generalimporteur. Angel Nieto, nur um einen zu nennen ,war dort häufiger anzutreffen.

    Der alte Herr Mohr war, was 2-Takter anging, eine absolute Kapazität.

    Am Tag, als Ginger starb, war ich noch in Mayen Kürrenberg bei meinem Freund Adi Ohligschläger, wo wir uns noch lange über vergangene Zeiten unterhielten. Eben auch über Ginger, dass er am Tag vorher in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die beiden hatten auch nach all den vielen Jahren noch immer Kontakt.

    Dass Ginger uns doch so schnell verlassen hat, macht mich sehr traurig.....

    RIP mein Freund Ginger

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